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was macht einen guten Hund aus?
20.01.2009, 11:01
Beitrag: #1
was macht einen guten Hund aus?
(20.01.2009 10:23)nickel schrieb:  Sie sagt, dass sie gerade 6 jungen Malis aufm Platz haben; sie zeigen sich toll solange es um Beute geht, aber nervlich ziemlich daneben. Sie sagt, nie wieder eine solchen Hund, mit ihrer Herderhündin musste sie 2 Jahre täglich in die Stadt gehen, damit sie sich endlich sicher zeigte...ist das "Gebrauch"?

na, man sollte sie aber nicht alle über einen kamm scheren, nicht alle malis sind nervenwrackies.....
und wenn man mal ehrlich ist, sind es nicht gerade diese hunde, die etwas nervlich angehaucht sind, die immer arbeitsbereit sind....ich denke man sollte sich vorher gut überlegen, wofür man so einen hund braucht und mit ein bissel verstand sehe ich bei den nervigen hunden kein prob, gerade was den huspo angeht......ich persönlich wollte gerade im huspo keinen anderen Hund1
und wenn ich mit nem hund unbedingt in der stadt rumrennen will, hole ich mir keinen arbeitseifrigen gebrauchshund Smilie_tier_46

gruß britta & paddy

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20.01.2009, 11:14
Beitrag: #2
RE: ist das ein reiner Malinois?
Ja, aber das wird ja vom DSH auch so oft behauptet: alle krank! Und damit über einen Kamm geschoren; das ärgert mich ebenso.

Ich weiß auch nicht, was daran schlecht ist, wenn ein Hund alltagstauglich ist? Ich sage nicht, ich will ständig durch die Stadt rennen; wo bitte steht das? Aber ich muss doch bitte schön einen völlig normalen Hund mal dort mit hinnehmen können, ohne dass dieser mit eingekniffener Rute zwischen den Leuten steht, weil seine Nerven nicht halten oder er das gar nicht kennt.
Und das ist dann auch egal, welche Rasse das ist am Ende der leine. Mit wem ich nicht über die Straße gehen kann und wer nur auf dem Hupla gut ist - der ist für mich zu wenig! Aber: jedem das seine; ob das gut die die rassen ist...?? Ich denke nicht.

Man könnte bei deinem Satz "und wenn ich mit nem hund unbedingt in der stadt rumrennen will, hole ich mir keinen arbeitseifrigen gebrauchshund " meinen, entweder Gebrauch in Form von Prüfungen/Punkten oder eben Kuschelhund, beides geht nicht! Wenn dem so ist - dann ist das aber mehr als traurig!!

Liebe Grüße, nickel
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20.01.2009, 11:30
Beitrag: #3
was macht einen guten Hund aus?
Über das Thema "ist das ein reinrassiger mali" habe ich mir mal Gedanken gemacht. In Diskussionen drängen sich mir immer wieder diegleichen Fragen auf: was ist ein guter Hund? Was mich oft stört: wenn Hunde -egal welcher Rasse- nur an Punkten ausgemacht werden und ein für einen Hund so wichtiges Verhalten wie im Alltag in den Hintergrund rückt!! Das ist doch genau das Schlechteste, was man tun kann: den Hund auf nur eine Sache zu kanalisieren und den Rest zu vernachlässigen.
Solche Dinge sind es, die dann die Hunde in Mißgunst bringen, wenn es nur noch aufm Platz reicht. Wo müssen Diensthunde ihren Mann stehen? Doch nicht auf dem Platz, sondern...? RICHTIIIIG! Im Alltag!! Wo müssen Blindenhunde arbeiten? Genau - auch im Alltag; in Städten, Einkaufszentren usw. Wo müssen wirkliche "Schutzhunde" (Security o.ä.) wirklich zu gebrauchen sein? Im normalen Umfeld. Denn auf dem Platz braucht wohl niemand einen Schutzhund...
Warum tun sich die meisten Schutzhundler so schwer damit, ihre Hunde auch an normale Dinge zu gewöhnen? Reicht ihnen nur der alleinige Erfolg auf dem Hupla? Nehmen sie in Kauf, dass neutrales Verhalten in Alltagssituatioen auf der Strecke bleibt? Und wenn ja - warum?
Was spricht dagegen, Hunde gelegentlich mal mitzunehmen in Menschenmengen? Warum schadet es ihnen offensichtlich (denn das "tut man(n) ja nicht") mit Bus und Bahn zu fahren? Welche Traumata tragen sie davon, wenn sie mal mit anderen sozialisierten Hunden Kontakt haben. Ich rede nicht von "alle Hunde sollen sich lieb haben"; davon bin ich weit ab. Aber ich kann meinen Rüden mit allen Hündinnen laufen lassen und zu jedem Welpen ist er neutral und freundlich eingestellt. Jeder darf ihn anfassen, aber nur wir aus der Familie dürfen ihn so richtig knuddeln und bedrängen - Fremde werden dann gezwickt. Jeder darf uns entgegen kommen, aber die Nachbarin, die mit flatternden Armen in unsere Vorgarten kam hatte er sofort warnend am Ärmel. Was ist falsch daran, bei einem Hund darauf Wert zu legen? Oder warum ist es so vielen Leuten leider egal?
Ich versehe es einfach nicht und ich bin kein weichgespülter Hundesportler!! Aber es geht doch nicht leichter, den Schutzhundesport in besseres Licht zu stellen als mit Hunden, die man jederzeit zeigen kann - ohne Sicherheitsvorkehrungen. Der ScHh-Sport ists rückläufig und wenn wir Pech haben ist es irgendwann ganz aus oder nur noch sehr eingeschränkt möglich. Was dann? Wer von euch hört dann lieber ganz mit Sport auf als sich evtl. mal mit Alternativen zu befassen? Zählt nur der SchH als "richtiger Sport"? Warum werden die Leistungen der Agi, Obi, RH und oft auch die FH meist als minderwertig hingestellt?

Etwas viel auf einmal, aber ich hoffe es entwickelt sich mal eine fachliche, freundliche Diskussion. Ich habe da wohl eine etwas seltene Ansicht zu. *schnief* Smilie_happy_027

Liebe Grüße, nickel
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20.01.2009, 11:40
Beitrag: #4
RE: was macht einen guten Hund aus?
Also fangen wir mal an ein richtig guter Hund muß erstmal Gesund sein das nicht nur auf seine Körper bezogen sondern auch auf seinen Geist damit ist er dann auch Alltagstauglich. Alles andere welche Sport ich mit Ihm ausübe sid dann doch nur noch meine persönlichen Vorlieben.
Gruß Thomas
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20.01.2009, 12:29
Beitrag: #5
RE: was macht einen guten Hund aus?
Oh Nickel, du schreibst mir aus der Seele!

Warum viele ihre SchH 3 geprüften Hunde nicht unters Volk lassen, ich hab keine Ahnung.
Vielleicht sind diese HF aber auch der Meinung, dass ihre Hunde eine "Gefahr für die Bevölkerung" wären und dann zu ihrem eigenen "entsetzen" feststellen dass es nicht so ist?

Ein für mich guter Hund ist:
Den ich ohne bedenken mit in meinen Alltag einbringen kann!
Sei es bei Schulbesuchen, Wochenmarkt, Geburtstagsfeiern, Urlaub und natürlich auch auf den Hupla.

Also ein Hund der neutral zu Menschen ist, aber nicht jeden fremden Hund lieben muß, da darf er dann auch Hund sein.

Liebe Grüße
Elke mit Bürstchen und Motzi
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20.01.2009, 12:31
Beitrag: #6
RE: was macht einen guten Hund aus?
Hallo Nickel,

ich kann mich dem, was Du geschrieben hast, nur vollinhaltlich anschließen.

Bei mir hatte und hat immer die Alltagskompatibilität meines Hundes Priorität.

Meine Hündin begleitet mich seit ihrem ersten Tag bei mir täglich ins Büro und ist auch sonst so gut wie immer dabei, ohne negativ aufzufallen - im Gegenteil.

Ich sehe das so: wenn der Alltag funktioniert, klappt´s auch auf dem Platz.
Umgekehrt muss es nicht so sein. Beispiele kenne ich dafür genug.
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20.01.2009, 12:33
Beitrag: #7
RE: was macht einen guten Hund aus?
Wirklich etwas viel auf einmal, aber ich versuche es mal:

Zitat:Warum tun sich die meisten Schutzhundler so schwer damit, ihre Hunde auch an normale Dinge zu gewöhnen? Reicht ihnen nur der alleinige Erfolg auf dem Hupla? Nehmen sie in Kauf, dass neutrales Verhalten in Alltagssituatioen auf der Strecke bleibt? Und wenn ja - warum?
Ich bin überzeugt davon, dass die meisten Sporthunde alltagstauglich sind, also normale Hunde, manche Hundehalter rühmen jedoch ihren "Fetzer" und haben Angst, dass er bei Spaziergängen in der Umwelt als ganz normaler Hund entlarvt wird. Eigentlich stirbt diese Generation aus, die an der Theke stehenden Prahlhänse werden immer älter und weniger, in jedem Verein.
Nur wenige leben abgeschieden von bebauten Gebieten, so alltagstauglich, dass man seinen Hund durch die Nachbarschaft bis zum nächsten Feld oder Wald führen kann, ist glaube ich auch der nervige Dreher. Die meisten "Triebschweine", die auf dem Platz überdrehen, sind im Alltag eher ruhig, wenn sie im Sport ihre Triebe leben dürfen.
Ob ein Hund so nervenstark sein muss, um in der überfüllten City, einem Volksfest oder gar auf der Loveparade mitzumischen, sei einmal dahingestellt. Ich finde, da haben Hunde einfach nichts zu suchen, ihnen selbst und seinen nicht-hundeliebenden Mitmenschen gegenüber sollte man als Hundehalter so viel Rücksicht nehmen, und das gleiche gilt für die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln. So etwas sollte eine Ausnahme sein.


Zitat:Welche Traumata tragen sie davon, wenn sie mal mit anderen sozialisierten Hunden Kontakt haben.
Natürlich keine. Eigentlich nehmen ja die Sporthunde auf vielen Plätzen zu einander Kontakt auf, nur eben halt nicht auf dem Übungsplatz selbst, sondern davor oder bei den Runden in der Umgebung.
Außerdem gibt es unter den Hundesportlern jeglicher Genre vermutlich mehr Mehrhundehalter als bei anderen Hundehaltern.


Zitat:Der ScHh-Sport ists rückläufig und wenn wir Pech haben ist es irgendwann ganz aus oder nur noch sehr eingeschränkt möglich. Was dann? Wer von euch hört dann lieber ganz mit Sport auf als sich evtl. mal mit Alternativen zu befassen? Zählt nur der SchH als "richtiger Sport"? Warum werden die Leistungen der Agi, Obi, RH und oft auch die FH meist als minderwertig hingestellt?
Ich werde mit Hundesport sicher nicht aufhören, sehe auch nicht allein SchH-Sport als richtigen Sport. Ich halte ihn halt nur, richtig betrieben, neben Ringsport und evtl. auch RH als am besten geeignet, für am besten geeignet möglichst vielseitige Selektionskriteren für die Gebrauchshundezucht zu bieten. Geistige und körperliche Auslastung zu erzielen, dazu sind alle Hundesportarten geeignet. Agi, Obi usw auf höherer Leistungsebene sind nichts, das ich belächle, wobei ich als Zuschauer durchaus gefesselt bin, ebenso wie von hervorragenden Nasenleistungen.
Ich habe in den letzten knapp 25 Jahren sehr oft die Lust am Schutzhundesport verloren gehabt, weil es nun mal keine Sport ist, den man wie Joggen allein für sich betreibt, Vereinsquerelen und unfähige Selbstdarsteller unter den Helfern waren dafür die Ursache. Mit teamfähigen Menschen, die wissen was sie tun, um mich herum macht er allerdings wieder Spaß. Ich sehe aber auch die Altersgruppen, aus denen dieses Team besteht, und ja! Dieser Sport stirbt langsam aus...

Nach allem, was ich mit den Schutzhundesportlern mitgemacht und erlebt habe, hat die vorige Generation (die die sich an der Theke an frühere Erfolge erinnern, an die sie seit Jahrzehnten nicht anknüpfen können) diesem Sport durch ihre Einstellung bereits den Todesstoß verpasst, einerseits durch Vergraulen des Nachwuchses, andererseits sind sie für das schlecht Image des Schutzhundesportlers verantwortlich.

LG
Taarna

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20.01.2009, 13:13
Beitrag: #8
RE: was macht einen guten Hund aus?
Zitat Taarna: "Ob ein Hund so nervenstark sein muss, um in der überfüllten City, einem Volksfest oder gar auf der Loveparade mitzumischen, sei einmal dahingestellt. Ich finde, da haben Hunde einfach nichts zu suchen, ihnen selbst und seinen nicht-hundeliebenden Mitmenschen gegenüber sollte man als Hundehalter so viel Rücksicht nehmen, und das gleiche gilt für die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln. So etwas sollte eine Ausnahme sein."


Ich rede auch gar nicht von großen Menschenansammlungen, lediglich davon, dass Hunde doch zumindest mal unter Menschen sich zurecht finden müssen. Ich fahre auch nur Bus zu den leeren Zeiten. Menschenansammlungen meide ich natürlich auch.
Deine Hunde sind allesamt umweltsicher; darauf sei stolz!! Leider ist das vielen HF egal; ich find´s schade und auch negativ für die Hunde.

Liebe Grüße, nickel
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20.01.2009, 13:20
Beitrag: #9
RE: was macht einen guten Hund aus?
Einen guten Hund macht doch erst die Alltagstauglichkeit aus.Selbst unsere Schutzhunde müssen diese bei ihrer ersten Prüfung unter Beweis stellen, die Begleithundprüfung, vorausgesetzt sie wird korrekt durchgeführt.Ein guter Hund ist nur so gut wie sein Führer.

Gruß Tatanka

Gruß Tatanka

Der echte Gebrauchshund darf nie gewinnen, denn wenn er gewonnen hat, hast Du verloren!!
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20.01.2009, 13:23
Beitrag: #10
RE: was macht einen guten Hund aus?
Die BH ist jetzt nicht dein Vergleich mit "alltagstauglich"? Die meisten BH´s werden doch nicht wirklich nach Anweisung gemacht; die Hunde kennen sich oder werden dann eben richtig zusammen gestellt.
Selten, dass sie mal unter Menschen kommen (außer die anderen HF); denr Vergleich hinkt mir zu sehr. Es gibt Hunde, die dürften die BH gar nicht bestehen...und tun es trotzdem.

Liebe Grüße, nickel
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